Am Abend des 16. Mai 2018 fand die lang erwartete Bürger-Info zum Gewerbepark Fils statt.

Die Anwesenden wurden durch BM Wittlinger, sowie durch Vorträge der „STEG Stadtentwicklung GmbH“ und einem Verkehrsgutachter gut informiert. Leider hatte die Bürgerinitiative inhaltlich wenig zu bieten: Vorschläge zu einer Gestaltung usw. kamen z. Bsp. nicht. Nur das St. Florians-Prinzip wurde wieder einmal bemüht: Die Zufahrt zum neuen Industriegebiet solle über Ebersbach gehen, bzw. man solle eine direkte Brücke von der B10 kommend direkt ins Industriegebiet bauen. 50 Meter neben der Landstraße nach Nassach! Die wenigen Argumente, die von der Bürgerinitiative "Kein Gewerbepark-Fils" zu hören waren, wirkten hier nur vorgeschoben.

Leider hat unsere Gesellschaft – und das zeigt sich auch hier wieder einmal deutlich – fast nur noch Luxusprobleme: Es geht in erster Linie einzig um mich, das Individuum, das ungestört in bevorzugter Südhang/Höhenaussichtslage mit unverbaubarem Blick, wohnen will. Störe meine Kreise nicht, das ist die Botschaft. Dass die Initiatoren mit diesem Gewerbegebiet in erster Linie zur Daseinsvorsorge beitragen, in dem Arbeits- und Ausbildungsplätze vor Ort geschaffen werden, geht in der Diskussion völlig unter. Unsere Wirtschaft ist durch die Veränderungen der neuen Mobilität extrem gefordert. Deshalb müssen wir auch im Landkreis Göppingen ein äußerst vitales Interesse daran haben, dass die dafür notwendigen neuen Arbeits- und Ausbildungsplätze hier bei uns auch bleiben und nicht ins Ausland gehen, weil die notwendigen Gewerbeflächen in der Region fehlen.

Wir Ebersbacher und Filstäler sind gebrannte Kinder und wissen nur zu gut, wie schnell und existenzgefährdend das gehen kann. Denken wir nur an den Niedergang der Textilindustrie, die das gesamte Filstal mit voller Wucht getroffen hat. Niemand konnte sich vorstellen, wie schnell die ehemals prosperierenden Firmen und Zulieferer vom Markt waren – und damit viele Menschen in der Arbeitslosigkeit. Das darf nicht mehr passieren. Deshalb haben sich die Städte Ebersbach und Uhingen mit ihren Gemeinderätinnen und Gemeinderäten entschlossen, rechtzeitig zu handeln und ein „interkommunales Gewerbegebiet“ auf den Weg gebracht, das beispielhaft sein wird. Das zählt übrigens auch zu den Aufgaben der Kommunalpolitik und das darf der Bürger auch von ihr erwarten. Bis es so weit ist, gibt es aber noch viel zu tun. Also, liebe Bürgerinnen und Bürger, packen wir es an und unterstützen diesen Prozess. Unsere Enkel und Urenkel werden es uns danken.

Die CDU-Fraktion steht hinter dieser guten, weitsichtigen und richtungsweisenden Entscheidung.

Für die Fraktion: Brigitte Kreisinger, CDU-Gemeinde- und Kreisrätin, Fraktionsvorsitzende sowie die CDU-Stadträte Helmuth Effenberger, Sybille Herb, Nicolay Kübler, Gerhard Mayer und Paul Rösch

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