#Corona | Ein Kommentar von Rainer Kollar

Corona, Corona

Fast könnte man meinen, es passiert nichts anderes mehr auf der Welt, wenn man die Nachrichten verfolgt. Die Zahlen der Pandemie erfahren mehr Aufmerksamkeit als die Börsenkurse. So bedauerlich und schmerzhaft die individuellen Einschnitte sein mögen; für den Erhalt der Funktionstüchtigkeit unseres Gesundheitssystems ist es notwendig, dass wir eine Maske tragen und Abstand halten. Der Autor gehört einer Generation an, welche noch nie in ihrem Leben Verzicht üben musste. Nun, da wir in unseren Grundrechten eingeschränkt werden, um andere Menschenleben und möglicherweise sich selbst zu schützen, leiden viele. Dabei leben die meisten selbst in diesen Tagen wie die Made im Speck. Die Versorgung mit Lebensmitteln läuft einwandfrei. Zwischenzeitlich haben wir sogar wieder Klopapier in Hülle und Fülle. In einer solchen „Krise“ weiß man weitsichtige bzw. nachhaltige Politik zu schätzen. Eine Politik, die Bundeskanzlerin Dr. Angela Merkel und Bundestagspräsident Dr. Wolfgang Schäuble seit Jahren, insbesondere von 2009 bis 2017 als Bundesfinanzminister, betreiben.
SPARE IN DER ZEIT, SO HAST DU IN DER NOT.
Wie sehr wurde Herr Schäuble für das beharrliche Anpeilen der „schwarzen Null“ belächelt. Nun ist die Zeit jedoch gekommen, in der mit ruhigem Gewissen Geld für mehr oder weniger sinnvolle Maßnahmen ausgegeben wird. Ja, das belastet die öffentlichen Haushalte mit Schulden. Doch die dürfen wir uns ausnahmsweise zur Stabilisierung der Quelle unseres Wohlstands, der Wirtschaft, erlauben. Rufe nach einer Abschaffung der Schuldenbremse sind, selbst aus den Reihen der CDU nicht sinnvoll. Zu schnell ergibt man sich der süßen Leichtigkeit des geliehenen Geldes, dass irgendwer nach uns schon zurückzahlen wird. Nein, solides Haushalten ist eine Kunst, für die die Union einsteht.
Wir müssen jetzt vorausdenken. Wie kommen wir aus der Pandemie? Wann kann es Erleichterungen geben? Klar, es gibt Impfstoffe und es ist nur solidarisch, dass Deutschland nicht einfach das nötige Geld auf den Tisch legt und für uns alle Impfstoffe kauft. Das zeugt von Weitblick, wenn wir aus Rücksicht auf die Weltgemeinschaft oder zumindest auf unsere direkten Nachbarn die Impfstoffe über die Europäische Union beschaffen. Wohin „Germany first“ führen würde, durfte man die letzten Jahre in den USA beobachten.
Seien also auch wir solidarisch. Das für den Urlaub angesparte Geld, kann gar nicht ausgegeben werden. Die Restaurants haben geschlossen. Dennoch tun wir gut daran, die lokale Gastronomie mit ihren Abholangeboten zu unterstützen. Es macht Sinn, Mitglied in einem Verein zu bleiben, dessen Ziele man teilt und nicht zu vergessen: der ÖPNV. Wer neuerdings von zu Hause aus arbeitet, benötigt zwar kein Abo mehr für Bus und Bahn, aber spätestens nach der Pandemie wird unser Fokus wieder auf dem Klimaschutz liegen. Dann wäre es doch gut, wenn man zum Erhalt der Infrastruktur ein wenig beigetragen hat.
Lassen wir die Köpfe nicht hängen, sondern konzentrieren uns auf die Zeit nach der Pandemie! Mit guten Gedanken, stehen wir das durch.

Ihr Rainer Kollar

Ebersbach-Rosswälden im Februar 2021

Kommentar von Rainer Kollar | Corona

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